Angstpatienten

Patient mit Angst oder Angstpatient?

Angst vor einer Behandlung ist normal.
Praktisch jeder Patient bei uns hat Angst.

Einen notwendigen Eingriff sollten Sie dennoch nicht aufschieben.

Grundsätzlich gilt:

  • Patienten mit wenig Angst wählen die Lokalanästhesie (örtliche Betäubung)
  • Patienten mit leichter Angst wählen die Sedierung (Dämmerschlaf)
  • Patienten mit mittlerer bis großer Angst und Aufregung wählen die Narkose (Vollnarkose)

Angstpatienten können meist auch kleiner Eingriffe nicht ohne Narkose ertragen.

Narkosebehandlungen auf Kassenkosten sind derzeit noch möglich, wenn ein neurologisches Gutachten mit entsprechenden ICD-10-Kodierungen beigebracht werden kann.

Wichtig dabei: Es muss ein Gutachten sein vom

  • Neurologen
  • Psychiater

Bescheinigungen anderer Fachrichtungen: Hausärzte, Kinderärzte, Psychotherapeuten, Ärzte für psychologische Psychotherapie u. v. m. finden keine Anerkennung.
Kinder bis zum 12 Lj. bekommen eine Narkosebehandlung ohne weiteres (endet mit dem Quartal, in dem man 12 wird).

Sie erhalten von uns nach der Beratung/Untersuchung ein Anforderungsschreiben, in dem detailliert steht, was wir benötigen.

05231 962600Termin online anfragen

Der erste Schritt

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin

Viele Patientinnen und Patienten kommen zu uns, weil sie eine Behandlung jahrelang aufgeschoben haben. Wir bewerten das nicht. Wir beginnen dort, wo Sie stehen — und Sie entscheiden mit uns, wie die geeignete Therapie aussieht.

Wir können Ihre Angst nicht therapieren – wir können nur damit umgehen.

Wir bieten grundsätzlich eine ruhige Atmosphäre, so dass beim Beratungstermin eigentlich kein zusätzlicher Stress aufkommen sollte.

Wie es dann abläuft

  • Erstgespräch ohne Behandlung
  • Seien Sie ehrlich zu sich selbst und wählen die geeignete Betäubungsart
  • Lassen Sie sich von unserer Einschätzung leiten
  • Eine Begleitperson kann nur vor und nach der Behandlung bei Ihnen sein, jedoch nicht während einer OP.

Verfahren

Drei Wege — abgestimmt auf Eingriff und Angst

Lokalanästhesie

Das Gebiet wird betäubt, Sie sind wach.
Nur geeignet für Patienten ohne Angst.
Für kleinere bis mittlere Eingriffe.

Sedierung

Dämmerschlaf, ansprechbar, selbstständig atmend — und meist ohne Erinnerung an den Eingriff. Wird mit der Lokalanästhesie kombiniert.
Geeignet für geringe bis mittlere Angst und Aufregung.
Dies ist keine Narkose!

Vollnarkose

Sie verschlafen den gesamten Eingriff. Auch umfangreiche Versorgungen in einer Sitzung — ambulant, mit fachärztlicher Anästhesie.

Ausführlich beschrieben sind die Verfahren unter Sedierung und Vollnarkose.

Ablauf

Wie ein Behandlungstag bei uns aussieht

1

Gespräch

Erst reden, dann untersuchen.
Wir erheben den Befund und schlagen eine Therapie vor.

2

Befund

Untersuchung, Röntgen, ggf. 3D-Röntgen.
Sind ergänzende Selbstzahler-Leistungen sinnvoll, sprechen wir auch direkt über Kosten.

3

Eingriff

In der gewählten Form der Betäubung. Entspannt und schnell. Mit viel Erfahrung.

4

Danach

Überwachte Aufwachphase wenn nötig, Verhaltenshinweise mündlich und schriftlich, Kontrolltermine.

Am besten mit Begleitung nach Hause.
Von einer Teilnahme am Straßenverkehr wird grundsätzlich abgeraten. Nach Narkose oder Sedierung ist dies für 24h sogar verboten.

Nach Sedierung oder Vollnarkose dürfen Sie an diesem Tag nicht selbst fahren und sollten nicht allein bleiben. Sie müssen eine Abholung haben (erwachsene Person).

Häufige Fragen

Was Angstpatienten uns fragen

Nein. Wir sehen das häufig und bewerten es nicht. Für uns zählt der Befund von heute, nicht die Frage, wie es dazu kam.

Ja. Wir halten die Beratung und Untersuchung bewusst kurz und planen dann zielorientiert die Behandlung.

Bei Kindern unter 12 Jahren übernehmen die gesetzlichen Kassen die Narkosekosten. Bei Erwachsenen ist eine Übernahme nur in bestimmten Fällen möglich — wir klären das vorher.

Das Risikoprofil einer ambulanten Narkose unterscheidet sich nicht von einer stationären Narkose.

Sie wird von einem Facharzt für Anästhesie durchgeführt mit durchgehendem Monitoring und überwachter Aufwachphase. Vorerkrankungen und Medikamente besprechen Sie vorher mit dem Narkosearzt.

Eine ambulante Narkose ist aber grundsätzlich nur geeignet für Patienten ohne schwere Vorerkrankungen (Herz, Lunge etc.).
Es kann vorkommen, dass wir eine Narkose aus medizinischen Gründen ablehnen müssen. Manchmal ist die Sedierung dann der bessere Weg.

Termin gefällig?

Rufen Sie an unter 05231 962600.